Maklergebühren in Luxemburg: wer zahlt, wie viel

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Wir haben dir die Kurzfassung vorbereitet.
Maklergebühren bei der Miete: die 50/50-Teilung
Das ist die Änderung, die viele noch übersehen. Für jeden Mietvertrag, der seit dem 1. August 2024 unterschrieben wird, werden die Maklergebühren verpflichtend zu gleichen Teilen geteilt (ouvre dans un nouvel onglet), 50/50, zwischen Vermieter und Mieter. Und das gilt egal, wer die Agentur beauftragt hat: ob der Vermieter sie mit der Suche nach einem Mieter beauftragt hat oder der Mieter mit der Suche nach einer Wohnung, jeder zahlt die Hälfte.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Jede Klausel im Mietvertrag, die etwas anderes sagt, ist nichtig. Ein Vertrag, der dich als Mieter 100% der Maklergebühren zahlen ließe, hat keinen rechtlichen Wert.
Wie viel? Die Maklerprovision bei der Miete liegt in der Regel bei rund einer Monatsmiete ohne Nebenkosten, plus MwSt von 17%. Seit der Reform wird dieser Betrag einfach in zwei geteilt. Konkret liegt bei einer Miete von 1.500 Euro die Provision bei etwa 1.500 Euro plus MwSt, davon die Hälfte zu deinen Lasten, wenn du Mieter bist.
Ein Detail, das zählt: Diese Regel gilt für neue Mietverträge. Vor dem 1. August 2024 unterschriebene Verträge bleiben unverändert gültig und sind von der Teilung nicht betroffen.
Maklergebühren beim Verkauf: wer zahlt, wie viel
Hier gibt es keine feste gesetzliche Regel. Die offizielle Gebührenordnung, die die Provisionen begrenzte, wurde vor rund zwanzig Jahren abgeschafft, und seitdem sind die Honorare frei. In der Praxis liegt die Provision einer Agentur für einen Verkauf oft bei rund 3% des Verkaufspreises, plus 17% MwSt auf diese Provision. Dieser Satz kann von Agentur zu Agentur variieren, und er ist verhandelbar.
Wer zahlt? In der Regel der Verkäufer, weil er das Verkaufsmandat unterschreibt, also den Vertrag, der die Agentur mit dem Verkauf seiner Immobilie beauftragt. Aber es ist keine Pflicht. Auch der Käufer kann derjenige sein, der zahlt, besonders wenn er ein Suchmandat unterschrieben hat, also die Agentur mit der Suche nach einer bestimmten Immobilie beauftragt hat.
Nettopreis für den Verkäufer oder Maklergebühren inklusive: die entscheidende Nuance
In den Anzeigen begegnen dir zwei Formulierungen, und sie ändern deine Endrechnung.
Ein Preis net vendeur (netto für den Verkäufer) bedeutet, dass der Verkäufer diese Summe erhalten will und die Provision der Agentur obendrauf kommt. Ein Preis frais d'agence inclus, oft als FAI angezeigt (Maklergebühren inklusive), bedeutet, dass die Provision bereits enthalten ist. In beiden Fällen merke dir eines: Selbst wenn offiziell der Verkäufer die Agentur zahlt, ist die Provision in Wirklichkeit in den Preis eingebaut, den du als Käufer finanzierst. Deshalb sagt, wer auf dem Papier zahlt, nicht alles.
Was die Provision abdeckt
3% auf eine Immobilie im Wert von mehreren Hunderttausend Euro zu zahlen, ist eine beachtliche Summe. Da lohnt es sich zu wissen, was du kaufst.
Eine Agentur übernimmt die Schätzung der Immobilie, die Fotos und das Inserat, dessen Verbreitung auf den Immobilienportalen, die Organisation der Besichtigungen, die Verhandlung zwischen Käufer und Verkäufer und die administrative Betreuung der Akte bis zur Unterschrift beim Notar. Manche berechnen bestimmte Leistungen zusätzlich, etwa eine reine Schätzung oder professionelle Fotos, wenn du kein Verkaufsmandat mit ihnen unterschreibst.
Bevor du unterschreibst, frag, was inbegriffen ist und was nicht. Das ist der beste Weg, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Kannst du die Maklergebühren verhandeln
Beim Verkauf ja. Da kein Satz gesetzlich vorgeschrieben ist, ist der Prozentsatz verhandelbar, besonders bei einer hochwertigen oder leicht verkäuflichen Immobilie. Nichts hindert dich daran, mehrere Agenturen zu vergleichen und sie in Wettbewerb treten zu lassen.
Auch die Art des Mandats spielt eine Rolle. Ein Alleinauftrag, bei dem eine einzige Agentur sich um deine Immobilie kümmert, geht oft mit einer niedrigeren Provision einher als ein einfacher Auftrag, bei dem du die Immobilie mehreren Agenturen parallel anvertraust. Im Gegenzug bindest du dich für einen bestimmten Zeitraum an eine einzige Agentur.
Und wenn du Gebühren vermeiden willst, kannst du immer direkt verkaufen oder vermieten, ohne Agentur. Du behältst den ganzen Betrag, übernimmst aber die Fotos, die Besichtigungen, die Verhandlung und den Papierkram. Das ist Zeit und Energie: Es liegt an dir zu entscheiden, was es für deine Situation wert ist.
Maklergebühren und Notarkosten: nicht verwechseln
Viele verwechseln beides, dabei haben sie nichts miteinander zu tun. Maklergebühren vergüten die Agentur für ihre Vermittlungsarbeit. Notarkosten decken vor allem die Registrierungs- und Eintragungsgebühren, die dem Staat beim Kauf zustehen, grundsätzlich 7% des Preises.
Gute Nachricht bei diesem zweiten Teil: Für deinen Hauptwohnsitz senkt die Steuergutschrift Bëllegen Akt (ouvre dans un nouvel onglet) diese Gebühren um bis zu 40.000 Euro pro Käufer. Sie berührt die Provision der Agentur nicht, aber sie senkt die Gesamtkosten deines Kaufs deutlich.

Häufig gestellte Fragen
Seit dem 1. August 2024 werden sie zu gleichen Teilen zwischen Vermieter und Mieter geteilt, 50/50, egal welche Partei die Agentur beauftragt hat. Jede Klausel im Mietvertrag, die dich als Mieter den vollen Betrag zahlen ließe, ist nichtig.
Es gibt keinen offiziellen Satz. In der Praxis liegt die Provision oft bei rund 3% des Verkaufspreises, plus 17% MwSt auf diese Provision. Der Prozentsatz ist verhandelbar, besonders je nach Preis der Immobilie und Art des Mandats.
Beim Verkauf ja: Keine Gebührenordnung ist vorgeschrieben, also ist der Satz verhandelbar. Bei der Miete nein: Der Betrag ergibt sich aus der Praxis und wird vor allem seit 2024 gesetzlich 50/50 geteilt.
Ein Preis net vendeur enthält die Provision nicht, sie kommt obendrauf. Ein Preis frais d'agence inclus (FAI) enthält sie bereits. In beiden Fällen wird die Provision in Wirklichkeit in dem Betrag finanziert, den du als Käufer zahlst.

